Die Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD)

UNOG, Palais des Nations Unies Bild vergrößern UNOG, Palais des Nations Unies (© StV-AT)

befasst sich als ständiges Organ der VN-Generalversammlung mit Handels- und Entwicklungsfragen. Besonders berücksichtigt sie die Belange der Entwicklungsländer. Im Jahr 1964 gegründet, gehören ihr derzeit 194 Staaten an, sie hat Niederlassungen in New York und Addis-Abeba. Generalsekretär ist seit 2013 Dr. Mukhisa Kituy (Kenia).

In den drei UNCTAD-Schwerpunkten Politikdialog zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, Unterstützung der Entwicklungsländer durch Wirtschaftspolitische Forschung und Analyse und Technische Hilfestellung für Entwicklungsländer, stehen aktuell Fragen der Globalisierung, der Integration der Entwicklungsländer in den Welthandel und der Investitionsförderung im Vordergrund. Als VN-Forum für wirtschaftliche Konsensbildung wird UNCTAD dabei von den Entwicklungsländern als fairer Transformator „westlicher“ wirtschafts- und entwicklungspolitischer Positionen akzeptiert. Ein Beispiel  hierfür ist z.B.  ihre Arbeit in  Entwicklungsländern ohne gewachsene Forschungs- und Analysekapazitäten, für die sie wichtige Auskunfts- und Beratungsfunktionen ausübt (u.a. bei Schuldenmanagement, Handelsabkommen und innerstaatlicher Gesetzgebung). Deutschland ist in zahlreichen UNCTAD-Gremien durch Experten vertreten und setzt sich in zahlreichen Projekten direkt durch finanzielle Unterstützung oder fachliche Expertise aktiv ein.