Treffen der Anti-IS-Koalition: Befreiung von Mosul und Raqqa im Blick

21.11.2016

17.11.2016: Treffen der Anti-IS-Koalitio; 26 Staaten sowie internationale Organisationen waren vertreten Bild vergrößern 17.11.2016: Treffen der Anti-IS-Koalitio; 26 Staaten sowie internationale Organisationen waren vertreten (© Photothek/Koehler )

Die Kerngruppe der internationalen Anti-IS-Koalition hat sich am Donnerstag (17.11.) im Auswärtigen Amt getroffen. Bei dem Austausch auf Ebene der politischen Direktoren ging es insbesondere um die Befreiung der irakischen Stadt Mosul sowie Raqqa in Syrien. Staatssekretär Markus Ederer und der US-Sondergesandte Brett McGurk eröffneten das Treffen.


In der Internationalen Anti-IS-Koalition haben sich mittlerweile 65 Staaten und drei internationale Organisationen zusammengeschlossen. Das neueste Mitglied ist Libyen. Die fünf Arbeitsgruppen der Koalition widmen sich neben dem militärischen Engagement auch den Problemen der Terrorfinanzierung, der ausländischen Kämpfer (Foreign Terrorist Fighters) und der IS-Propaganda. Deutschland ist Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe Stabilisierung.

Erfolge im Kampf gegen IS

Mit guten Nachrichten vom Kampf gegen die Terrorgruppe IS begann Staatssekretär Ederer seine einleitenden Worte: Im Irak läuft die Befreiungsoperation für Mosul. In Syrien sind die IS-Hochburgen Manbij und Jarabulus gefallen und die Befreiung Raqqas hat begonnen. In Libyen sind die Terroristen bis auf einen Teil der Stadt Sirte zurückgedrängt und auch die globalen Netzwerke des IS stehen unter Druck. Aber dennoch bleibe noch viel zu tun, mahnte Ederer.


Humanitäre Hilfe und Stabilisierung

Das militärische Engagement müsse durch humanitäre Hilfe und Stabilisierungsarbeit begleitet werden, damit die Befreiung letztlich ein Erfolg werde. Deutschland hat hierbei Verantwortung übernommen, etwa als Ko-Vorsitz der Arbeitsgruppe Stabilisierung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie als einer der größten Geber von humanitärer Hilfe in der Region. Für Libyen hat Deutschland im Frühjahr zudem die Einrichtung einer Stabilisierungsfazilität angestoßen, die vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) verwaltet wird.

17.11.2016: Treffen der Anti-IS-Koalition; Staatssekretär Ederer (4.v.l.) und US-Sondergesandter McGurk (3.v.l.) eröffneten das Treffen. Bild vergrößern 17.11.2016: Treffen der Anti-IS-Koalition; Staatssekretär Ederer (4.v.l.) und US-Sondergesandter McGurk (3.v.l.) eröffneten das Treffen. (© Photothek/Koehler ) Abstimmung des weiteren Vorgehens

Das Treffen der Kerngruppe – 26 Staaten sowie internationale Organisationen – dient in regelmäßigen Abständen dazu, Zwischenbilanz zu ziehen und sich bezüglich des weiteren Vorgehens abzustimmen. In ihrem Abschlussstatement begrüßt die Gruppe unter anderem, dass im Irak bereits über eine Million Vertriebene in ihre Heimat zurückkehren konnten. Gleichzeitig weist sie auf die wachsenden humanitären Bedürfnisse hin sowie auf die Gefahren durch Terroranschläge in anderen Ländern, während der IS in Irak, Syrien und Libyen an Boden verliert.

Das nächste Treffen der Kerngruppe ist für März 2017 geplant.


Zum Weiterlesen

Das gemeinsame Abschlussstatement nach dem Treffen der Anti-IS-Koalition am 17.11.2016 in Berlin (englisch) (PDF, 208 KB)

Kampf gegen IS

Deutschland leistet Aufbauhilfe im Irak

The Global Coalition Against ISIL (engl.)

Sprecherin des Auswärtigen Amtes zum Treffen der Anti-IS-Koalition

Stand 17.11.2016

© Auswärtiges Amt