Deutschland zahlt weitere 50 Millionen Euro in den Anpassungsfonds

21.11.2016

Ein ausgedörrtes Feld in Kirgistan Bild vergrößern (© picture-alliance/ dpa) Deutschland stockt seinen Beitrag für den internationalen Anpassungsfonds auf. Das Bundesumweltministerium stellt 2016 zusätzlich 50 Millionen Euro zur Verfügung. Davon profitieren vor allem diejenigen Menschen, die in Gebieten leben, die der Klimawandel besonders verändern kann. Der Anpassungsfonds finanziert unter anderem Maßnahmen zum Hochwasserschutz oder die Umstellung auf neue Anbau- und Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft, die dem Klimawandel Stand halten.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Der Anpassungsfonds hilft der lokalen Bevölkerung in vielen Ländern, ihre Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu erhöhen und Ökosysteme zu schützen. Damit kommt Klimafinanzierung direkt vor Ort an, wo sie gebraucht wird."

Deutschland hat bisher 140 Millionen Euro in den Anpassungsfonds eingezahlt und ist damit größter Geber des Fonds. Der Anpassungsfonds hat bisher 54 Projekte mit einem Fördervolumen von 354 Millionen US-Dollar auf den Weg gebracht. Weitere Projekte mit einem Fördervolumen von circa 220 Millionen US-Dollar sind in Vorbereitung. Der Fonds wird aus einer Abgabe gespeist, die auf Einnahmen im internationalen Kohlenstoffmarkt (Zertifikate aus dem Clean Development Mechanism) erhoben wird. Die niedrigen Preise auf dem Kohlenstoffmarkt haben zu einer Unterfinanzierung geführt. Der Anpassungsfonds finanziert konkrete Maßnahmen für Regionen, die dem Klimawandel besonders stark ausgesetzt sind. Gefördert werden beispielsweise Projekte zur Ernährungssicherung (Cook Islands, Pazifik), zur Sicherung der lokalen Weidewirtschaft (zum Beispiel in der Mongolei), zum Hochwasserschutz (in Georgien) oder zum Küstenschutz (im Senegal). Die Arbeit des Anpassungsfonds wurde 2015 einer unabhängigen Evaluierung unterzogen und als effizient, wirksam und relevant anerkannt.

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