Deutschland und die Weltgesundheitsorganisation: Starke Partner in der globalen Gesundheitspolitik

24.11.2016

23.11.2016: Zweite bilaterale Konsultationen bei der WHO (Gruppenfoto) Bild vergrößern 23.11.2016: Zweite bilaterale Konsultationen bei der WHO (Gruppenfoto) (© WHO/ C.Black)

In ihrer Rede zur Eröffnungssitzung der 68. Weltgesundheitsversammlung im Mai 2015 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Prioritäten glasklar hervorgehoben: „Wir alle arbeiten daran, das Recht auf Gesundheit als eines der nachhaltigen Entwicklungsziele neu in der UN zu verankern.“

Während seiner G7-Präsidentschaft hat Deutschland drei gesundheitsrelevante Punkte auf die Agenda gesetzt: Lehren aus der Ebola-Epidemie für den Umgang mit Gesundheitsnotständen, Bekämpfung von armutsbedingten und vernachlässigten Tropenkrankheiten und Antibiotikaresistenzen. Unter deutscher Führung haben sich die G7 Staaten zur Förderung der globalen Gesundheit verpflichtet und angeboten, innerhalb der nächsten fünf Jahre 60 Länder bei der Umsetzung der Internationalen Gesundheitsvorschriften zu unterstützen.

In Sinne dieser Zusammenarbeit sind am 23. November Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Ministerien und Institute (Robert Koch Institut, Paul Ehrlich Institut, Bernhard Nocht Institut) aus Berlin und Bonn zum Genfer Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation gereist, zu den zweiten bilateralen Konsultationen zwischen den beiden Partnern. Dabei wurden globale Gesundheitsprioritäten diskutiert wie zum Beispiel Gesundheitsnotstände, Polio-Ausrottung, Umgang mit Antibiotikaresistenzen und Stärkung von Gesundheitssystemen.

Deutschland ist einer der wichtigsten Beitragszahler der WHO und hat für die Arbeit der Organisation im Zeitraum 2014-15 insgesamt 121 Millionen US$ zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln trägt Deutschland zur Arbeit der WHO bei der Bewältigung von Gesundheitskrisen bei; strukturell durch Einzahlungen in den Notfallfonds, und durch dringend benötigte Unterstützung für Einsätze in Ländern, wie z.B. den WHO-Aktivitäten im Osten der Ukraine. 2016 hat das Bundesgesundheitsministerium die WHO zudem finanziell in den Bereichen Antibiotikaresistenzen und Umsetzung von internationalen Gesundheitsvorschriften unterstützt. Weiterhin trägt Deutschland seit Jahren maßgeblich zum WHO-Programm zur Polio-Ausrottung bei und ist ein starker Befürworter eines konsequenten WHO Reformprozesses.

Zudem beherbergt der UN Campus in Bonn das Europäische WHO Zentrum für Umwelt und Gesundheit (ECEH). Das ECEH versorgt die WHO Mitgliedstaaten mit Evidenz zu negativen Auswirkungen von Umweltfaktoren auf die Gesundheit und erarbeitet Richtlinien zur Bewältigung umweltbedingter Gesundheitsrisiken.

Deutschland bereitet derzeit die G20 Agenda für das nächste Jahr vor und wird dabei einen starken Fokus auf globale Gesundheit legen. Die konkreten Prioritäten der deutschen G20-Präsidentschaft werden Anfang Dezember bekanntgegeben.

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