Ein Preis für Verteidiger der Menschenrechte: Deutschland und Frankreich verleihen neue Medaille

29.11.2016

28.11.2016: Deutsch-Französischer Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit Bild vergrößern 28.11.2016: Deutsch-Französischer Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit (© Auswärtiges Amt)

Sie prangern Unrecht an, engagieren sich für Verfolgte, lassen sich nicht zum Schweigen bringen und riskieren oft ihre eigene Sicherheit: Menschenrechte brauchen Persönlichkeiten, die für sie kämpfen. Deutschland und Frankreich werden von nun an jedes Jahr Frauen und Männer aus der ganzen Welt, die sich besonders mutig für den Schutz von Menschenrechten eingesetzt haben, mit einer neuen Medaille auszeichnen.

Menschenrechte sind universelle Rechte: Das bedeutet, sie gelten für jeden Menschen von Geburt an- ohne Vorbedingung, in gleicher Weise, auf der ganzen Welt. Dass es Menschenrechte gibt, wird heute weltweit anerkannt. Trotzdem sind sie leider bei Weitem kein selbstverständliches Gut. Ob mit brutaler Gewalt oder durch subtile Zensur: Rund um den Globus werden Menschenrechte verletzt.

In vielen Ländern braucht es sehr viel Mut, um gegen solches Unrecht die Stimme zu erheben.  Wer Menschenrechte verteidigt und Missstände anprangert, riskiert oft nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die seiner Angehörigen. Aktivistinnen und Aktivisten für die Menschenrechte brauchen darum Unterstützung und Ermutigung.


"It always seems impossible, until it is done"


28.11.2016:  Die Medaille wude von der Künstlerin Anna Martha Napp gestaltet. Bild vergrößern 28.11.2016: Die Medaille wude von der Künstlerin Anna Martha Napp gestaltet. (© Auswärtiges Amt) Zivilcourage, Hartnäckigkeit und Ausdauer können für die Menschenrechte Berge versetzen. „It always seems impossible, until it is done“ („Es scheint immer unmöglich, bis es geschafft ist“), lautete das Motto von Nelson Mandela, der Jahrzehnte hinter Gefängnismauern eingesperrt war, bevor sein Traum von Freiheit und Gleichheit in Südafrika wahr wurde. Doch viele wichtige Kämpferinnen und Kämpfer für die Menschenrechte sind der internationalen Öffentlichkeit kaum bekannt.

Deutschland und Frankreich haben darum beschlossen, jährlich weltweit einen Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit (DFPMR) zu verleihen. Der Preis wird zum ersten Mal am 1.Dezember 2016 verliehen: Außenminister Steinmeier und sein französischer Amtskollege Jean-Marc Ayrault werden in Berlin mit der Medaille 16 Männer und Frauen auszeichnen, dies sich in ihren Heimatländern besonders engagiert und mutig für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit eingesetzt haben.


Unterstützung für Aktivisten


28.11.2016: Deutsch-Französischer Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit Bild vergrößern 28.11.2016: Deutsch-Französischer Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit (© Auswärtiges Amt) Dass sich Deutschland und Frankreich zusammen für die Menschenrechte engagieren, ist nicht neu: In einigen Ländern wie Kolumbien, Mexiko, Nicaragua und Guinea wurden bereits deutsch-französische Preise für Menschenrechte verliehen. Zusammen können beide Länder noch effektiver die Arbeit von bedeutenden Menschenrechtsverteidigern hervorheben. Darum wird der deutsch-französische Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit von nun an weltweit ausgelobt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten eine Urkunde und eine Medaille, die von der Künstlerin Anna Martha Napp gestaltet wurde. Die Medaille steht symbolisch für den tatkräftigen Einsatz für die Verteidigung der Menschenrechte und setzt ein starkes Signal der Anerkennung.

Stand 28.11.2016

© Auswärtiges Amt