Außenminister Steinmeier trifft wichtige Partner der humanitären Hilfe

25.01.2017

23.01.2017:  Außenminister Steinmeier mit den Leitern des Welternährungsprogramms und des Flüchlingshilfswerks Bild vergrößern 23.01.2017: Außenminister Steinmeier mit den Leitern des Welternährungsprogramms und des Flüchlingshilfswerks (© photothek) Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am Montag (23.01.) die Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms Ertharin Cousin empfangen. Am Nachmittag traf der deutsche Außenminister mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, zusammen. Im Mittelpunkt der Begegnungen standen die humanitären Krisen dieser Welt, die Situation des internationalen humanitären Systems und das Engagement der Bundesregierung.

Wichtigste Partner in der humanitären Hilfe

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Chefin des Welternährungsprogramms (WFP) und dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen würdigte Steinmeier die enge Zusammenarbeit: Cousin und Grandi seien „die Leiter der beiden wichtigsten Partner unserer humanitären Hilfe“. Der deutsche Außenminister hob die wichtige Rolle der Mitarbeiter der beiden Institutionen in den Krisenherden dieser Welt hervor, die vor Ort unter schwierigen Bedingungen Hilfe leisten.


Deutschland zweitgrößter Geber im Bereich der humanitären Hilfe

Dem Auswärtigen Amt stünden heute rund 1,2 Milliarde Euro für humanitäre Hilfe zur Verfügung, erklärte Steinmeier. Seit 2013 habe man die Mittel für humanitäre Hilfe um das Sechsfache steigern können. Deutschland sei heute zweitgrößter bilateraler Geberstaat weltweit.

Cousin und Grandi bedankten sich vor diesem Hintergrund für das deutsche Engagement im Bereich der humanitären Hilfe und insbesondere für die Unterstützung ihrer beiden Institutionen. Mit Blick auf die Unterstützung für das Welternährungsprogramm und das UNHCR tue man dies mit „gutem Gewissen“, so Steinmeier: „Weil wir wissen, dass dort professionell gearbeitet wird und die Hilfe vor Ort ankommt“.

Lage in Syrien im Mittelpunkt

Gegenstand der heutigen Gespräche war auch die Lage in Syrien. „Der humanitäre Bedarf bleibt groß“, so der deutsche Außenminister. Deutschland biete sich an, als Ko-Gastgeber bei einer Syrien-Konferenz im April Verantwortung zu übernehmen.

In der internationalen Gemeinschaft müsse es den Ansporn geben, die Suche nach politischen Lösungen zu beschleunigen. Die gegenwärtigen Gespräche in Astana könnten nur ein „Zwischenschritt“ sein, so Steinmeier. „Weil die politische Lösung für Syrien nur in Genf unter Beteiligung der internationalen Support-Group gefunden werden kann.“

Die Krisen Afrikas auf dem Radar

Auf der Agenda standen heute zudem die Krisen, die nicht es ansonsten nicht so häufig in die mediale Berichterstattung schaffen. So waren etwa Südsudan, Somalia, die Tschadseeregion oder Burundi Thema. „Im vergangenen Jahr haben wir daher unsere Mittel für Afrika mehr als verdoppelt und konnten zusätzliche 150 Millionen Euro bereitstellen“, so Steinmeier. UNHCR und das Welternährungsprogramm bleiben auch in den Bemühungen für Afrika zentrale Partner.

Zum Weiterlesen:

Humanitäre Hilfe

Flucht und Migration

Stand 23.01.2017

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