G20-Außenminister treffen sich in Bonn

16.02.2017

Kreuzknoten als Symbol für den G20-Gipfel in Hamburg Bild vergrößern Das offizielle G20-Logo (© BPA)

Am 16. und 17. Februar findet in Bonn im Rahmen des deutschen G20-Vorsitzes ein Treffen der Außenministerinnen und Außenminister der G20-Staaten statt. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Agenda 2030, Krisenprävention und Friedenspolitik sowie die Zusammenarbeit mit Afrika.


Premiere als Außenminister: G20-Treffen unter deutschem Vorsitz

20 Außenministerinnen und Außenminister reisen am 16. und 17. Februar nach Bonn, auch internationale Organisationen sind vertreten. „Die Weltpolitik macht in diesen Tagen Halt in Deutschland“, sagte Außenminister Gabriel im Vorfeld des Treffens, das für ihn auch eine Premiere als Außenminister ist. Für viele der Teilnehmenden geht es direkt im Anschluss weiter zur jährlichen Sicherheitskonferenz in München.

„Gestaltung globaler Ordnung – Außenpolitik jenseits des Krisenmanagements“ – darum soll es auf dem Treffen in Bonn gehen. In der letzten Zeit haben akute Krisen und Konflikte die Außenpolitik geprägt, nun soll es in informellem Rahmen um langfristige Ziele und die Rolle der Außenpolitik bei der Bewältigung grundlegender globaler Herausforderungen gehen. „Außenpolitik ist mehr als Krisenmanagement, und muss mehr sein“, betonte Gabriel vor dem Treffen.


Zusammenarbeit im Rahmen der G20

Kein Staat könne die großen internationalen Probleme unserer Zeit alleine angehen, setzte der Außenminister fort. Terrorismus, Wasserknappheit, Klimawandel, Flucht, Vertreibung und humanitäre Notlagen ließen sich nicht durch Abschottung bekämpfen, sondern durch Kooperation und gemeinsame Strategien. Deswegen ist das G20-Treffen wichtig:  Gemeinsam stehen die G20 für fast zwei Drittel der Weltbevölkerung, über vier Fünftel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und drei Viertel des Welthandels. Dieser Kreis der 20 größten Staaten tragen eine besondere Verantwortung und müsse sich gemeinsam den grundlegenden Ursachen von Konflikten und den Möglichkeiten friedlicher Krisenprävention und Konfliktbeilegung widmen, so Gabriel.


Schwerpunkte: Agenda 2030, Frieden, Zusammenarbeit mit Afrika


Zu diesem Zweck ist die Umsetzung der Agenda 2030 und der Sustainable Development Goals der UN ein Schwerpunkt des Treffens. Die Agenda 2030 wurde im September 2015 auf einem UN-Gipfel von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet, auch die Zivilgesellschaft war in wichtiger Weise an der Erstellung  beteiligt. Mit 17 Zielen will die Agenda zu mehr Nachhaltigkeit in den Bereichen Soziales, Umwelt und Wirtschaft führen – die G20 wollen ein Schlüsselakteur bei der Umsetzung dieses globalen Projekts werden.

Ein weiteres Fokusthema ist der langfristige Erhalt von Frieden in der heutigen Welt – Prävention und eine vorausschauende Außenpolitik stehen hier im Mittelpunkt.

Ein dritter Schwerpunkt des Treffens ist die Zusammenarbeit mit Afrika. Gemeinsam mit einem Vertreter der Afrikanischen Union soll darüber diskutiert werden, welche Rahmenbedingungen nötig sind, um Armut zu bekämpfen, staatliche Institutionen zu stärken und das Potenzial vieler afrikanischer Staaten besser zu nutzen.


Vernetzte Welt gestalten


Das Treffen der Außenministerinnen und Außenminister ist Teil des deutschen Vorsitzes in der Gruppe der G20. Höhepunkt des Vorsitzjahres ist das Treffen der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten, das am 7. und 8. Juli in Hamburg stattfindet.

Der deutsche Vorsitz hat das Motto „Eine vernetzte Welt gestalten“ – Schwerpunkte werden in den Bereichen „Stabilität sichern“, „Zukunftsfähigkeit verbessern“ und „Verantwortung übernehmen“ gesetzt.

Stand 15.02.2017

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