Menschenrechtsbeauftragte Dr. Bärbel Kofler anlässlich des Welttags der Minenaufklärung

04.04.2017

Bärbel Kofler Bild vergrößern Bärbel Kofler (© Michael Gottschalk/photothek.net )

Anlässlich des Welttags der Minenaufklärung (04.04.) erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler:

"Landminen, Streumunition und Sprengfallen sind in vielen Ländern noch immer eine alltägliche und besonders perfide Gefahr: sie können alle und jeden treffen, besonders aber spielende Kinder und Jugendliche oder Menschen, die ihre Felder und Gärten bestellen. Der Einsatz dieser mörderischen Waffen ist durch nichts zu rechtfertigen.

Viele Staaten haben sich dem Verbot von Anti-Personenminen und Streumunition mittlerweile angeschlossen – eine echte Erfolgsgeschichte! Trotzdem dürfen wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen.

Ich rufe alle Staaten auf, die Herstellung und Verbreitung von Streumunition und Landminen zu verbieten und sich den relevanten internationalen Konventionen anzuschließen. Das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig".

Hintergrund:

Landminen, Blindgängermunition und Sprengfallen fordern weltweit jedes Jahr tausende Opfer. Deutschland setzt sich daher für die globale Ächtung von Anti-Personenminen und Streumunition ein und unterstützt weltweit Projekte der humanitären Minen- und Kampfmittelräumung. Neben der eigentlichen Räumung und Entsorgung der Kampfmittel stehen insbesondere die Opferfürsorge und die Aufklärungsarbeit mit betroffenen Bevölkerungsgruppen im Vordergrund der Hilfsmaßnahmen. Schwerpunktländer sind unter anderem Kolumbien, Myanmar, Irak, Libyen und die Ukraine. 2016 hat die Bundesregierung Projekte mit insgesamt rund 33 Millionen Euro gefördert und ist damit einer der wichtigsten Geber.


Weitere Informationen:

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