Verantwortung für Stabilität und Entwicklung: G7-Außenministertreffen in Lucca

10.04.2017

10.04.2017: Die Vorbereitungen laufen: Der Palazzo Ducale in Lucca wird mit den Flaggen der G7-Staaten geschmückt Bild vergrößern 10.04.2017: Die Vorbereitungen laufen: Der Palazzo Ducale in Lucca wird mit den Flaggen der G7-Staaten geschmückt (© © dpa/picture-alliance)

Am Montag und Dienstag (10./11.4.) treffen die Außenministerinnen und Außenminister der G7-Staaten im italienischen Lucca zusammen. Rund sechs Wochen vor dem G7-Gipfel beraten sie über Flucht und Migration, Terrorismusbekämpfung und nachhaltige Entwicklung. Am Rande ist zudem eine Sondersitzung zu Syrien vorgesehen.

Aktuelle Krisen

Von Syrien über Russland und Afrika bis zur Cyber-Außenpolitik: Die Agenda ist breit, wenn am 10. und 11. April die Außenministerinnen und Außenminister der G7-Staaten in Italien zusammentreffen.  Auf der Agenda stehen zum einen die aktuellen Krisen und Konflikte in der internationalen Politik. So geht es zum Beispiel um Flucht und Migration: hier wollen die Mitgliedsstaaten enger zusammenarbeiten, besonders bei der Bekämpfung von Fluchtursachen.  

Langfristige Stabilisierung

Doch vor allem geht es auch um die langfristige Entwicklung und Stabilisierung. Die G7 umfassen zusammen 10,5% der Weltbevölkerung und erwirtschaften 44% des weltweiten Bruttonationaleinkommens. Als führende Industrienationen tragen sie eine besondere Verantwortung für Krisenprävention und nachhaltige Entwicklung.

Ein Schwerpunkt, auch im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft, ist hier Afrika. Europas Nachbarkontinent ist von Konflikten und Hungersnöten betroffen, die Folgen des Klimawandels machen sich bemerkbar, Flucht- und Migrationsbewegungen in Afrika sind hoch. Mit langfristigen Konzepten zur Prävention und Stabilisierung wollen die G7 die Lage entschärfen.

G7 statt G8: Dialogbereitschaft aufrechterhalten

G7-Gipfel finden seit 1975 statt, 1988 wurde die Gruppe durch die Aufnahme Russlands zur G8 erweitert und tagte bis März 2014 in diesem Format. Aufgrund der Verletzung der Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Ukraine durch die Russische Föderation beschlossen die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden sieben Länder zu diesem Zeitpunkt, sich bis auf Weiteres im kleineren G7-Rahmen zu treffen.

Zum Weiterlesen:

G7/G8


Stand 10.04.2017

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