WHO-Notfall-Fonds: Deutschland wird größter Einzelbeitragszahler

14.06.2017

12.06.2017: Vertragsunterzeichnung: US$ 3 Mio für den CFE  - Dr. Pete Salama, Exekutivdirektor des Health Emergency Programms der WHO, und Botschafter Dr. Ulrich Seidenberger Bild vergrößern 12.06.2017: Vertragsunterzeichnung: US$ 3 Mio für den CFE - Dr. Pete Salama, Exekutivdirektor des Health Emergency Programms der WHO, und Botschafter Dr. Ulrich Seidenberger (© StV) Das Auswärtige Amt zahlt zusätzlich 3 Millionen US-Dollar in den Notfall-Fond der Weltgesundheitsorganisation (CFE- Contingency Fund for Emergencies) ein. Damit beteiligt sich Deutschland mit insgesamt 13 Millionen US-Dollar am Fond. Erst kürzlich hatte das Bundesministerium für Gesundheit dem Notfall-Fonds 5 Millionen US-Dollar bereitgestellt.

Seit Gründung des Fonds im Mai 2015 hat der CFE im Rahmen zahlreicher Notfall-Reaktionen über 19 Millionen US-Dollar ausgezahlt. Alleine im April 2017 wurden über 2 Millionen US-Dollar in den Ausbau der Aktivitäten der Weltgesundheitsorganisation als Reaktion auf den Cholera-Ausbruch in Somalia und die Folgen der Hungersnot in Äthiopien investiert.

Am 19. und 20. Mai fand in Berlin das erste Treffen der G20 Gesundheitsminister statt. Bei der Festlegung der Prioritäten des G20 Programms sagte Bundeskanzlerin Merkel: "Es ist an der Zeit, unsere Maßnahmen auf den Prüfstand zu stellen und mögliche Defizite für ein effizientes Krisenmanagement im Gesundheitsbereich auszumachen." Durch den Notfall-Fond ist die WHO jetzt unabhängiger von den zum Teil langsamen traditionellen Finanzierungsmechanismen für Krisenreaktionen. Dadurch bleibt die Organisation handlungsfähig und kann schneller mehr Menschen helfen.

Deutschland wird mit dieser Einzahlung zum größten Beitragszahler des Notfall-Fonds der WHO. Dank der jüngsten Zusage beträgt die Gesamtkapitalausstattung des CFE nun insgesamt 42 Millionen US-Dollar. Die angestrebte Kapitalisierung liegt bei 100 Millionen US-Dollar.

© StV-G.Sch.