Deutschland fördert Lebensmittelsicherheit in Entwicklungsländern mit 150.000 Euro

06.07.2017

07.06.2017: Unterzeichnung des Zuwendungsvertrags über 150.000 Euro für die WTO Bild vergrößern 07.06.2017: Unterzeichnung des Zuwendungsvertrags über 150.000 Euro für die WTO (© StV)

Das deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)  hilft Entwicklungsländern bei der Umsetzung internationaler Standards zum Schutz von Menschen, Tieren und Pflanzen. Das BMEL unterstützt die Initiative "Standards and Trade Development Facility" (STDF) im auch laufenden Haushaltsjahr mit 150.000 Euro, die dem Treuhandfonds der Welthandelsorganisation (WTO) zur Verfügung gestellt werden.

07.06.2017: Unterzeichnung des Zuwendungsvertrags für die WTO Bild vergrößern 07.06.2017: Unterzeichnung des Zuwendungsvertrags für die WTO (© StV) „Hohe Standards unterstützen nicht nur den Export von Entwicklungsländern, sie helfen auch dabei die Ausbreitung von Tierseuchen und Pflanzenkrankheiten zu unterbinden. Sie sind ein wichtiger Beitrag für Lebensmittelsicherheit, Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Die Verbraucher in Entwicklungsländern und in entwickelten Ländern profitieren von hohen Lebensmittelstandards. Deswegen freuen wir uns, dass das BMEL auch dieses Jahr 150.000 Euro in die STDF-Projekte einfließen lässt“, sagte der deutsche Botschafter bei der WTO, Walter Werner, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in Genf.

Der Hintergrund: Viele Entwicklungsländer haben Schwierigkeiten bei der Umsetzung internationaler gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher (sog. SPS) Normen. Das hat häufig zur Folge, dass die von ihnen erzeugten Produkte nicht exportiert werden können. Zugleich haben sie Probleme, ihre Ernten vor der Zerstörung durch Schädlinge zu schützen oder ihre Tierherden gesund zu halten. Hier setzt das STDF-Programm mit Schulungen und Maßnahmen zum Aufbau von Pflanzenschutzdiensten oder Tiergesundheitsbehörden vor Ort an.

Die STDF ist eine internationale Koordinierungsstelle, die führende Handels-, Gesundheits- und Agrarexperten zum Austausch von Wissen, Instrumenten und Erfahrungen zusammen bringt. Damit soll die Effektivität der Technischen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit gestärkt werden. Die STDF unterstützt auch die Entwicklung und Umsetzung von gemeinschaftlichen und innovativen Projekten, um die Erfüllung internationaler Standards in Entwicklungsländern zu gewährleisten. Die STDF wird unter dem Dach der WTO koordiniert. Deutschland hat sie seit 2006 mit insgesamt 2 Millionen Euro (rd. 2,2 Millionen Schweizer Franken) unterstützt.

Nähere Informationen finden Sie im Internet unter

www.standardsfacility.org .

© StV-G.Sch.