Wie können wir die Welt friedlich, gerecht und nachhaltig machen?

06.09.2017

31.08.2017: Außenminister Gabriel bei der Konferenz #Brandt2030 Bild vergrößern 31.08.2017: Außenminister Gabriel bei der Konferenz #Brandt2030 (© Photothek.net/Florian Gaertner )

Wie machen wir die Welt friedlich, gerecht und nachhaltig? Darüber hat Außenminister Gabriel heute (31.08.) mit den Teilnehmern der Konferenz #Brandt2030 in Berlin diskutiert. Das Engagement für mehr globale Gerechtigkeit „ist der entscheidende Schlüssel für ein friedliches Zusammenleben im 21. Jahrhundert“, so der deutsche Außenminister.

40 Jahre „Brandt-Kommission“ – damals wie heute visionäre Ideen

Vor 40 Jahren nahm die „Unabhängige Kommission für internationale Entwicklungsfragen“ unter dem Vorsitz von Willy Brandt ihre Arbeit auf. 1980 und 1982 veröffentlichte sie Berichte mit Empfehlungen zu Kernthemen der globalen Wirtschaftspolitik und politischen Regierungsführung, darunter Welthandel, Abrüstung, Migration, Armut, Bevölkerungswachstum und globalen Institutionen. Mit ihren Empfehlungen legte die „Brandt-Kommission“ das Fundament für die Nachhaltigkeitsziele, die die Vereinten Nationen zuletzt in der Agenda 2030 festgeschrieben haben.

Die Ideen und Vorschläge der Brandt-Kommission seien damals „visionär“ gewesen, so Außenminister Gabriel. Viele der Ideen und Fragestellungen seien auch heute noch genauso relevant. Willy Brandt habe bereits damals prophezeit, dass sie in Zukunft wieder „aus der Schublade“ geholt würden. Und genau das habe man nun getan, erläuterte der deutsche Außenminister in seiner Rede.


Die Welt gerechter machen – und sicher und lebenswert für kommende Generationen

So, wie die Empfehlungen der Brandt-Kommission ihrer Zeit voraus waren, „so stehen wir weiterhin vor der großen Herausforderung, die Welt wirklich gerechter zu machen.“ Wenn dies gelinge, „machen wir sie auch sicher und lebenswert für die Generationen unserer Kinder und Enkel“, so Gabriel.

Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel warnte der deutsche Außenminister vor den Gefahren einer hochgerüsteten Welt. So warb er dafür, nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle wieder auf die Tagesordnung der internationalen Gemeinschaft zu setzen. Es gelte, eine „Trendwende zu globaler Abrüstung einzuleiten“.


„Young leader“ diskutieren über Gestaltung der Zukunft

„Die Gestaltung unser aller Zukunft ist zu wichtig, um sie allein Regierungen und Experten zu überlassen“, so Gabriel mit den Worten Willy Brandts. Daher freue er sich umso mehr über die Gelegenheit, im Rahmen der Konferenz mit einer ganzen Reihe jüngerer Menschen aus der ganzen Welt diskutieren zu können. Denn ein großer Teil des Publikums bestand aus deutschen und internationalen „Young Leaders“ aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. In drei Panel-Diskussionen standen die Herausforderungen für eine nachhaltige, friedliche und gerechte Globalisierung im Vordergrund.


Zum Weiterlesen:

40 Jahre Brandt-Kommission: ihr Erbe und unsere Verpflichtung. Rede von Außenminister Sigmar Gabriel bei der Konferenz #Brandt2030

Agenda2030

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