Globale Probleme erfordern globale Lösungen

20.09.2017

Statue "Non-Violence" (Gewaltlosigkeit) von Carl Fredrik Reuterswärd vor dem UN-Hauptquartier in New York Bild vergrößern Statue "Non-Violence" (Gewaltlosigkeit) von Carl Fredrik Reuterswärd vor dem UN-Hauptquartier in New York (© picture alliance / dpa)

Nirgends rückt die Welt so dicht zusammen wie an diesen Tagen in New York. Wenn sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (VN) in dieser Woche zu ihrer 72. Generalversammlung treffen, stehen internationale Krisen und Konflikte im Vordergrund. In einer Vielzahl bilateraler Gespräche und Veranstaltungen wird dort um Lösungen gerungen. Da darf trotz der Wahlen am 24.09. der deutsche Außenminister nicht fehlen.


Am Dienstagabend (19.09.) reist Außenminister Sigmar Gabriel nach New York. Es ist seine erste Vollversammlung und der Minister äußerte bereits vor Abflug große Erwartungen an die kommenden Tage: "Wenn die politischen Entscheidungsträger aus allen Ecken der Welt an einem Ort zusammenkommen, dann ist das immer auch eine Gelegenheit, um Lösungen zu ringen, und die Chance, in den Gesprächen und Treffen Fortschritte zu erreichen."


Deutsche Stimme für Abrüstung erheben

In seiner Rede vor der Generalversammlung, die für Donnerstagnachmittag (21.09.) geplant ist, will der Außenminister die deutsche Stimme für mehr Abrüstung statt Aufrüstung erheben:

"Ich bin fest davon überzeugt, dass es unsere, die besondere deutsche Aufgabe ist, für Entspannung, für politischen Dialog, für diplomatische Lösungen, für Solidarität, Zusammenarbeit und friedlichen Austausch zu werben – zwischen Ost und West genauso wie zwischen Nord und Süd!"


Wichtiger denn je


In einer Reihe von Terminen wie dem Treffen der Initiative für Nichtverbreitung und Abrüstung (NPDI) und zum Kernwaffenteststopp-Vertrags (CTBT), sowie bei Gesprächen in kleinerer Runde z.B. zum Thema Atomabkommen mit Iran wird Sigmar Gabriel sich für konkrete Initiativen zur nuklearen Abrüstung einsetzen.

Dass diese Debatte gerade wieder neue Relevanz erhält liegt am schwelenden Konflikt um Nordkorea. Im Rahmen der VN-Woche wird der Außenminister daher mit Kollegen der Nachbarstaaten Gespräche darüber führen, wie man die angespannte Situation auf politischem Wege entschärfen kann. Auch der Konflikt um die Ostukraine und die Katarkrise bieten aktuellen Anlass für bilaterale Gespräche mit Gabriels Amtskollegen aus aller Welt.


Starke VN mit Deutschland im Sicherheitsrat


Außenminister Gabriel und UN-Generalsekretär Guterres (Archiv) Bild vergrößern Außenminister Gabriel und UN-Generalsekretär Guterres (Archiv) (© Photothek) Es gibt keinen Ort, an dem sich internationale Konflikte besser mit allen beteiligten Akteuren besprechen lassen, als im Rahmen der VN-Woche. Außenminister Gabriel dazu: "Wir brauchen sicher mehr Vereinte Nationen und nicht weniger: Die Werte der Charta der Vereinten Nationen, die Zusammenarbeit aller unter dem Dach der Vereinten Nationen ist in diesen Zeit der Krisen und Konflikte vielleicht wichtiger denn je." Deshalb ist es notwendig, die Vereinten Nationen dauerhaft in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken. Deshalb wird Sigmar Gabriel an hochrangigen Treffen zu den von Generalsekretär Guterres geplanten umfangreichen Reformen teilnehmen. Deutschland unterstützt die Bemühungen des Generalsekretärs und setzt sich besonders für eine Reform des Sicherheitsrates ein.


Zum Weiterlesen:

Deutschland in den Vereinten Nationen

In Friedensmission: Deutschland als Partner im UN-Peacekeeping

Deutsche Kandidatur für den Sicherheitsrat 2019/20

Außenminister Gabriel vor der Abreise nach New York

Stand 19.09.2017

© Auswärtiges Amt