Grußwort von Außenminister Sigmar Gabriel zum jüdischen Neujahrsfest 5778 (Rosch Haschana)

21.09.2017

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Ich wünsche allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ihren Familien und Freunden ein glückliches und gesegnetes Neues Jahr 5778!

Dass wir in Deutschland wieder eine große jüdische Gemeinde haben, ist ein kostbares Geschenk, das wir im Wissen um den Zivilisationsbruch der Schoa in Dankbarkeit und Demut annehmen.

Leider kommt es immer wieder zu Anfeindungen gegen Menschen jüdischen Glaubens – auf dem Schulhof, auf der Straße oder im Internet. Das ist völlig inakzeptabel. Gerade aus seiner historischen Verantwortung heraus, aber auch aus Überzeugung, setzt sich Deutschland unmissverständlich gegen Antisemitismus, gegen Antizionismus, für die Menschenrechte, für Toleranz und für die Verständigung zwischen den Völkern ein.

Auch ich werde mich immer dafür einsetzen, dass die jüdischen Gemeinden ihre Religion in Freiheit und Sicherheit in unserem Land ausüben können.

Ein herzliches „shana tova“ sende ich auch nach Israel und überall dorthin, wo das jüdische Neujahr gefeiert wird. Meine Neujahrsgrüße sind dieses Jahr ganz besonders mit dem Wunsch nach Frieden und Sicherheit im Nahen und Mittleren Osten verbunden. Die andauernden Konflikte und Unruhen dort bedrohen Israel, die Sicherheit in der Region und in Europa. Deutschland wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass wir gemeinsame und dauerhafte Lösungen für sie finden.

Die Solidarität Deutschlands mit Israel bleibt unverbrüchlich. Das Existenzrecht Israels darf niemals in Frage gestellt werden. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel sind heute von großer Tiefe und außergewöhnlicher Breite. Dass unsere Länder so eng verbunden sind, gleicht einem Wunder. Dass diese engen Beziehungen fortbestehen, dafür wollen wir uns weiter gemeinsam stark machen.

Ich wünsche Ihnen allen frohe und besinnliche Festtage!

Sigmar Gabriel

Grußwort von Außenminister Gabriel in hebräischer Sprache

© Auswärtiges Amt