Der Kampf nach dem Kampf: Gemeinsam für eine Welt frei von Minen

28.09.2017

Das AA fördert die Beseitigung von Minen in Irak. Bild vergrößern (© MAG)

Jedes Jahr fordern Landminen, Blindgängermunition und Sprengfallen weltweit Tausende Opfer. Deutschland setzt sich nachdrücklich für eine globale Ächtung von Anti-Personenminen sowie Streumunition ein und unterstützt weltweit Maßnahmen der humanitären Minen- und Kampfmittelräumung. Am Dienstag (26.09.) hat das AA zu diesem Thema eine Konferenz veranstaltet.

Auch Fürsorge für Opfer von Minen gehört zu Aufgaben der von uns unterstützten Organisationen. Bild vergrößern (© IKRK) Der IS hinterlässt vermintes Gebiet

Wie umgehen mit improvisierten Minen und Sprengfallen, die insbesondere im Nahen Osten und in Afghanistan mittlerweile für einen Großteil der Minenopfer verantwortlich sind? Das war die zentrale Frage der "Konferenz für humanitäres Minen- und Kampfmittelräumen" in Bonn. Durch den Anstieg des Einsatzes solcher Fallen, zum Beispiel durch den sogenannten "Islamischen Staat" (IS) in Syrien und Irak, wurden in den letzten Jahren massiv neue Flächen kontaminiert. Auch dort, wo der IS sich bereits auf dem Rückzug befindet, ist häufig an Rückkehr nicht zu denken: zu groß die Gefahr, von einer Mine verletzt oder getötet zu werden. Die Räumung wird viele Jahre dauern und einen erheblichen Einsatz an finanziellen Ressourcen und den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten durch die betroffenen Staaten und die internationale Gemeinschaft erfordern.


Irak, Kolumbien, Syrien, Afghanistan – in vielen Konfliktregionen gibt es Handlungsbedarf. Bild vergrößern (© MAG) Deutschland im Einsatz für eine minenfreie Welt

Die von Deutschland geförderten Maßnahmen tragen insbesondere dazu bei, Leib und Leben der Bevölkerung vor Ort zu schützen, Binnenvertriebenen eine Rückkehr in Sicherheit und Würde zu ermöglichen, Zugang für humanitäre Hilfsorganisationen zu schaffen und Partnerländer bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen zu unterstützen. Daher war ein weiterer Schwerpunkt der Bonner Konferenz die Unterstützung für die Menschen, die Minen und Kampfmittelrückständen zum Opfer gefallen sind.

Die Bundesregierung ist einer der größten internationalen Geber im Bereich der humanitären Minen- und Kampfmittelräumung: Im Jahr 2016 förderte Deutschland Projekte mit einem Volumen von 18 Mio. Euro in 13 Ländern und Regionen.Zusätzlich wurden im Rahmen von Stabilisierungsmaßnahmen weitere 15 Mio. Euro für die Minen- und Sprengfallenräumung im Irak aufgewendet. Ziel ist gemeinsam mit den betroffenen Staaten und anderen Geberländern eine Welt frei von Minen und Kampfmittelrückständen zu schaffen.

Zum Weiterlesen:

Überblick: Humanitäres Minen- und Kampfmittelräumen


Stand 26.09.2017

© Auswärtiges Amt