Sitzung des Verwaltungsrats der Internationalen Arbeitsorganisation

30.10.2017

Bronzeplastik, "Triumph der Arbeit" vor dem Hauptsitz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Bild vergrößern Bronzeplastik, "Triumph der Arbeit" vor dem Hauptsitz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) (© picture-alliance / dpa) Vom 26. Oktober bis zum 09. November 2017 findet in Genf die 331. Tagung des Verwaltungsrates der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) statt. Deutschland wird sich wie bisher auch als eines der zehn ständigen Ratsmitglieder aktiv an den anstehenden Verhandlungen beteiligen. Die Delegation der Bundesregierung wird von Frau Susanne Hoffmann, Leiterin der Abteilung für Europäische und Internationale Beschäftigungs- und Sozialpolitik das Bundesministerium für Arbeit und Soziales angeführt.

Die Tagesordnung der Sitzung des Verwaltungsrates umfasst mit über 50 Punkten eine breite Palette an Themen. Eines der zentralen Themen wird die Jahrhundertinitiative der ILO, die 2019 ihr 100 jähriges Bestehen begeht, zur Zukunft der Arbeit sein. Generaldirektor Guy Ryder wird nach dem ersten Treffen der „Global Commission on the Future of Work“, das vom 20.-22.10. stattfand und in der von deutscher Seite Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, vertreten ist, über den Stand der Initiative berichten.

Der Verwaltungsrat wird sich zudem mit den Folgemaßnahmen zur Entschließung über die Förderung sozialer Gerechtigkeit durch menschwürdige Arbeit befassen. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die Ausformulierung der Arbeitsaufträge dar, die sich für die ILO aus der diesjährigen 106. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz ergeben haben. Hierzu zählen u.a. die Maßnahmen in Folge der Entschließung über Beschäftigung und menschenwürdige Arbeit für Frieden und Resilienz sowie die Entschließung über faire Arbeitsmigration.

Schließlich werden Klagen gemäß Art. 26 der ILO-Verfassung gegen einzelne Mitgliedstaaten behandelt. Zum wiederholten Male stehen die Länderfälle Guatemala, Venezuela und Katar wegen der Verletzung von ILO-Kernarbeitsnormen auf der Tagesordnung. Auch hier werden kritische Diskussionen, aber auch konstruktive Entscheidungen erwartet.

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